"Orgons Gattin, hingebungsvoll dargestellt von der schönen Laura Louisa Garde, versucht wiederholt scheiternd die Situation im Haus zu ordnen und bringt letztendlich mit weiblicher List Tartuffe zu Fall – leider zu spät." Dagmar Ullmann-Bautz, kulturzeitschrift.at

 

"Jägers Tartuffe ist ein gelungenes Stück mit jugendlichem Charme. Die auffallend junge Schauspieltruppe rund um Regisseur Steffen Jäger (Jahrgang 1983) ringt dem Stück eine tiefere Bedeutungsebene ab und unterstreicht dessen Aktualität."

Raffaela Rudigier, DER STANDARD

TARTUFFE
JEAN BAPTISTE POQUELIN,
GENANNT MOLIÈRE
Komödie
Regie: Steffen Jäger

 

PREMIERE: Fr, 25. November 2011,
Vorarlberger Landestheater

Bregenz

 

„Tartuffe“ ist Molières böseste Komödie, das Skandalstück seiner Zeit liefert bis heute die Muster für bösartige Betrüger. Zugleich gehört es zu den umstrittensten Texten der französischen Literatur. Tartuffe, ein gerissener Schwindler, schleicht sich unter Vorspiegelung von fundamentaler Frömmigkeit in die Familie des Orgon und ins Vertrauen des Hausherrn ein. Er entfremdet Orgon seiner Frau und seinen Kindern, lässt sich die Hand der Tochter versprechen. Gleichzeitig macht er sich an die Hausherrin heran und erschwindelt sich das Vermögen des gutgläubigen Hausherrn. Am Ende steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Die Komödie zeigt nicht nur, wie sich ein Heuchler mit List und Tücke durchsetzt: Mit einem genialen Kunstgriff der Verschiebung macht Molière nicht den Scheinheiligen, sondern das Opfer zum eigentlichen Protagonisten der Handlung. „Tartuffe“ nimmt gerade deshalb eine herausragende Stellung in Molières Werk ein, weil hier nicht nur ein in eine Chimäre verrannter Mensch vorgestellt wird. Auf dem Prüfstand steht, wie jemand zu einer derartigen Wahnidee gebracht wird und sich immer mehr in ihr verstrickt..