© Berliner Morgenpost, 13.09.2013
© Berliner Morgenpost, 13.09.2013

Sylvia und Rick sind ein junges Paar im Berlin der nicht allzu fernen Zukunft. Sylvia wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, doch ihr Wunsch scheitert bereits daran, dass sie keinen Sex mehr hat. Denn die Ausübung von Sexualität unterliegt in ihrer turbokapitalistischen Welt wie alle Körperfunktionen einem Patentschutz und muss teuer bezahlt werden. Während Syliva aus den ökonomischen Zwängen ausbrechen und sich zu den “Naturmenschen” ins uckermärkische Reservat durchschlagen will, versucht Rick, sich mit dem System zu arrangieren.
SEX PATENT entwirft ein beklemmendes Zukunftsszenario, das in Zeiten der Kommerzialisierung im Bereich der Stammzellenforschung und Biogenetik bereits vorstellbar geworden ist und eindringlich die Frage aufwirft: Wie viel von unserer Menschenwürde sind wir bereit, zugunsten eines perfekten, womöglich unsterblichen Körpers zu opfern?

 

 

Es spielen  Laura Louisa Garde, Axel Hartwig, Christian Natter

 

Regie   Gabriele Förster
Regieassistenz  Martin Jurk
Bühne und Kostüme   Gabriele Förster
Musik  Mattef Kuhlmey
Filme   Boris Keidies
Dramaturgie  Susanne Philipp

 

www.theater89.de

 


KRITIK:

http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article119974745/Wenn-der-Mensch-zum-Objekt-wird.html