"Laura Louisa Garde spielt sich in ihrem Landetheater-Debüt in die Herzen der Zuschauer. Ihre Desdemona ist kein Püppchen, sondern ein beseeltes Sprininkerl, das sich halsüberkopf verliebt und kopflos ihr Taschentuch verliert, nicht glauben will, dass man ihr misstrauen könnte und die finale Kissenschlacht mit dem Leben bezahlt" Christiane Fasching, Tiroler Tageszeitung

 

"Laura Louisa Garde ist so herrlich blond und unschuldig in ihrer Sehnsucht nach der großen, weiten Welt Othellos. Ganz bewusst ist sie sein Geschöpf. Heimliche Heirat, übergroße Liebe, leuchtend rote Gefühle und sofort Häme seitens der Neider"

Helga Reichart, Salzburger Nachrichten

 

OTHELLO

William Shakespeare

Premiere 27.03.2011

Tiroler Landestheater

 

Othello, Jago, Desdemona und ein Taschentuch – das sind die Ingredienzien für eine der größten Tragödien der Weltliteratur. Der „Mohr von Venedig“ ist hochgeachtet als Feldherr, den die Gesellschaft braucht, dennoch ist er ein Fremder, bedrohlich und faszinierend zugleich. Und man lässt ihn diese Fremdheit spüren, wenn es etwa um eine intime Beziehung zu einer Venezianerin geht. Diese Liebe zu Desdemona ist auch der wunde Punkt, an dem der brillante Psychologe Jago ansetzt und sein Netz der Intrige spinnt. Jago treibt den vertrauensvollen Othello in die Verblendung. Der Außenseiter, der immer um Akzeptanz ringen musste, erträgt nicht das Gefühl, getäuscht worden zu sein. Wie blind tappt der Held in die Falle und tötet schließlich die unschuldige Frau.
Shakespeare spielt in Othello mit Gefühlen, mit Leidenschaften, die so grundlegend in der menschlichen Natur sind, dass sie auch unabhängig von gesellschaftlichen Verhältnissen nachvollzogen werden können. „Much ado about a handkerchief (Viel Lärm um ein Taschentuch)“, befand Thomas Rymer 1693. Der Intensität der emotionalen Wirkung kann sich jedoch bis heute niemand entziehen.
JAGO: GEFÄHRLICHE GEDANKEN SIND GLEICH GIFTEN, / DIE MAN ZUERST KAUM WAHRNIMMT AM GESCHMACK, / DOCH DIE NACH KURZER WIRKUNG AUF DAS BLUT / GLEICH SCHWEFELMINEN GLÜHN.
 

 

 

Regie
Bühne
Kostüme

Michael Gampe
Karl-Heinz Steck
Christine Brandi
 
Othello
Desdemona
Brabantio
Jago
Emilia
Cassio
Bianca
Rodrigo
Der Doge

Harald Windisch
Laura Louisa Garde
Helmut A. Häusler
Klaus Rohrmoser
Ute Heidorn
Pascal Gross
Elli Wissmüller
Gerhard Kasal
Günter Lieder